WM 2026 · Gruppe E · 2. Spieltag
In den Fußstapfen von Kroos—Ondav schreibt WM-Geschichte
Ein Tor in der Nachspielzeit bricht den „Elefanten" das Genick und sichert Deutschland den Einzug in die Runde der letzten 32.
Deutschland zitterte bis in die letzten Sekunden—und wurde dann von einem einzigen Mann gerettet. Deniz Ondav erzielte in der 93. Minute den entscheidenden Treffer zum 2:1 gegen die Elfenbeinküste und bescherte Julian Nagelsmanns Mannschaft damit einen dramatischen, aber verdienten Sieg.
Das Spiel: Drama in drei Akten
Die Partie verlief alles andere als einfach für das DFB-Team. Schon in der 30. Minute hatte Franck Kessié die Elfenbeinküste in Führung gebracht—ein kalter Schauer für die deutschen Fans, die sich an die Horrorjahre 2018 und 2022 erinnerten, als die Nationalmannschaft jeweils in der Gruppenphase ausgeschieden war.
Nagelsmann reagierte entschlossen: In der 60. Minute wechselte er gleich viermal gleichzeitig—ein Zeichen der Entschlossenheit und taktischen Kaltblütigkeit. Die Rechnung ging auf. Ondav glich in der 68. Minute aus, und als die Uhr weit über 90 Minuten zeigte, vollbrachte er sein Meisterstück.
Der Glaube an den Sieg bis zum letzten Pfiff—das ist die DNA des deutschen Fußballs.Kommentar nach Spielschluss
Historische Einordnung: Ondav in bester Gesellschaft
Laut Statistiker Mr. Scheep ist Ondavs Tor erst der dritte WM-Sieg in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft, der durch einen Treffer in der Nachspielzeit gesichert wurde. Damit reiht er sich in eine erlesene Liste ein:
| Jahr | Torschütze | Gegner | Minute | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 2006 | Oliver Novell | Polen | 90+1' | 1:0 |
| 2018 | Toni Kroos | Schweden | 90+5' | 2:1 |
| 2026 | Deniz Ondav ★ | Elfenbeinküste | 90+3' | 2:1 |
Taktische Analyse
55 Prozent Ballbesitz, 16 Torschüsse gegen 9, davon sieben auf das Gehäuse von Yahia Fofana—die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Deutschland war die bessere Mannschaft, auch wenn es lange nicht so aussah. Die Elfenbeinküste, die lediglich zwei Schüsse aufs Tor brachte, wirkte nach dem Ausgleich zunehmend ratlos.
Entscheidend war Nagelsmanns mutiger Wechselzug: Vier Neue in der 60. Minute sorgten für frischen Schwung auf allen Positionen und verschoben das Gleichgewicht des Spiels nachhaltig zu Deutschlands Gunsten.
Ausblick: Der Weg ist frei
Mit nun sechs Punkten ist Deutschland offiziell für das Achtelfinale qualifiziert—ein wichtiger Meilenstein nach zwei desaströsen Vorrunden-Aus in Folge. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador geht es noch um die endgültige Platzierung in der Gruppe. Rang eins, zwei oder drei: Alles ist möglich, und mit einem Ondav in dieser Form dürfen die deutschen Fans ruhig von mehr träumen.