Die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste feierte mit einem 1:0-Sieg gegen Ecuador einen erfolgreichen Einstand bei der Weltmeisterschaft 2026. Doch vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft sorgt ein handfester Skandal abseits des Platzes für fette Schlagzeilen: Gegen den ivorischen Top-Stürmer Elye Wahi (oft auch "Wahé" geschrieben) wird in Frankreich wegen des Verdachts der organisierten Sportkorruption, des Betrugs und der Geldwäsche ermittelt.
🚨 Der Verdacht: Absichtliche Gelbe Karte in der Ligue 1
Gegenstand der laufenden Untersuchungen ist die Ligue-1-Partie zwischen OGC Nizza und dem FC Metz vom 17. Mai. Der französische Ligaverband LFP stellte bei diesem Spiel ein extrem auffälliges Wettverhalten fest. Berichten zufolge wurde im Vorfeld gezielt und mit hohen Summen darauf gewettet, dass Wahi in diesem Spiel eine Gelbe Karte erhält – was am Ende auch geschah. Es besteht der dringende Verdacht, dass der Stürmer sich die Verwarnung absichtlich abgeholt hat.
Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten: Rund zwei Wochen vor dem Beginn der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada wurde der Stürmer in Frankreich vorübergehend festgenommen und von den Behörden intensiv verhört.
🚫 Einreiseverbot für die USA: Wahi fehlt gegen das DFB-Team
Obwohl Wahi beim WM-Auftaktsieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador (1:0) noch in der Startelf stand und in der 56. Minute ausgewechselt wurde, ist das Turnier für ihn vorerst gelaufen. Der ivorische Fußballverband (FIF) stärkte dem Angreifer zwar öffentlich den Rücken und betonte ausdrücklich die Unschuldsvermutung, doch die Behörden griffen durch.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen erhielt der Stürmer, der in der abgelaufenen Saison von Eintracht Frankfurt an OGC Nizza ausgeliehen war, keine behördliche Genehmigung für die Einreise in die Vereinigten Staaten. Er durfte das Teamquartier in den USA nicht betreten und wird den "Elefanten" somit im extrem wichtigen Gruppenspiel gegen Deutschland definitiv fehlen.
📉 Personallage: Riesen-Umbruch im ivorischen Kader
Der Ausfall von Wahi wiegt umso schwerer, da Trainer Emerse Faé ohnehin auf eine Reihe von erfahrenen Stars verzichten muss. Verteidiger Clément Akpa zog seine Teilnahme kurz vor dem Turnier zurück. Zudem wurden namhafte Routiniers wie Sébastien Haller, Wilfried Zaha, Jean-Philippe Gbamin, Willy Boly und Jean-Philippe Kraso für diese Weltmeisterschaft erst gar nicht nominiert.
Trotz des Unruheherds bleibt die Elfenbeinküste gefährlich: Wenige Tage vor der WM setzten sie mit einem 2:1-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Frankreich ein dickes Ausrufezeichen. Ein Sieg gegen Deutschland würde den historischen Einzug in die Runde der letzten 32 praktisch perfekt machen.
⚽ Elfenbeinküste: Die mögliche Aufstellung gegen Deutschland
Torwart: Yahia Fofana
Abwehr: Guéla Doué, Wilfried Singo, Emmanuel Agbadou, Ghislain Konan
Mittelfeld: Yann Diomandé, Seko Fofana, Franck Kessié, Bazoumana Touré
Angriff: Nicolas Pépé, Ange-Yoan Bonny
Trainer: Emerse Faé
