Nagelsmann einig mit Tuchel: „Die Kameras stehen mir buchstäblich in der Nase"

Nagelsmann stimmt Tuchel zu: Kameras bei der Hymne stören zu sehr – „Ich fühle mich, als fotografieren sie meine Nasenhaare!" WM 2026
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Nagelsmann: "Ich fühle mich, als würden sie meine Nasenhaare fotografieren"
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Nagelsmann und Tuchel – WM 2026 Pressekonferenz
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„Ich fühle mich, als würden sie
meine Nasenhaare fotografieren"
Julian Nagelsmann (DFB) & Thomas Tuchel (England)  ·  Foto: BBC Sport / Getty Images

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Nagelsmann einig mit Tuchel: „Die Kameras stehen mir buchstäblich in der Nase"

Der DFB-Bundestrainer kritisiert die Nähe der Fotografen während der Nationalhymne und fordert bessere Lösungen für emotionale Spielmomente.

Samstag, 21. Juni 2026  ·  nach dem Spiel Deutschland 2:1 Elfenbeinküste  ·  Quelle: Sportschau

Nach dem dramatischen 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste sprach Julian Nagelsmann nicht nur über das Spiel—er richtete auch deutliche Worte an die WM-Organisatoren: Die Nähe der Kameras während der Nationalhymne gehe zu weit.

Das Problem: Kameras stören emotionale Momente

Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel ließ Nagelsmann seinem Unmut freien Lauf. Der 38-Jährige beschreibt, wie die große Präsenz von Fotografen direkt neben der Reservebank während der Nationalhymne den Kontakt zwischen dem Trainerteam und den Spielern empfindlich störe.

„Ich stimme Thomas Tuchel zu—es ist ein sehr emotionaler Moment, wenn man während der Nationalhymne mit den Spielern in Verbindung steht."

„Was wirklich auffällt, ist, wie nah diese Fotografen herankommen. Ich habe immer das Gefühl, dass das riesige Objektiv meine Nasenhaare aus einem Zentimeter Entfernung aufnimmt!"

— Julian Nagelsmann, Bundestrainer DFB  ·  Sportschau

Nagelsmann: Es braucht bessere Lösungen

Der Bundestrainer ließ es nicht bei der Kritik bewenden, sondern forderte konkrete Verbesserungen—sowohl für den Trainerstab als auch für die Spieler selbst:

„Ich glaube, es gibt bessere Lösungen. Und für die Spieler ist es wichtig, dass sie eine Verbindung zum Trainerteam aufbauen können. Sie sehen, wie wir die Hymne singen, wie sehr wir berührt sind—oder wie wir sie nach der Hymne anfeuern."

„Dann beginnt eine weitere Runde der Anfeuerungsrufe, und alles, was ich vor mir sehe, sind Fotografen. Es stehen einfach zu viele Menschen viel zu nah dran—man kann kaum etwas sehen."

— Julian Nagelsmann  ·  Sportschau

Es stehen einfach zu viele Menschen viel zu nah dran—man kann kaum etwas sehen. Julian Nagelsmann  ·  DFB-Bundestrainer

Hintergrund: Tuchel hatte dasselbe Problem

Kontext  ·  WM 2026

England-Trainer Thomas Tuchel hatte sich vor Nagelsmann bereits öffentlich über dieselbe Problematik beschwert. Die Nähe der Medienpräsenz während der Nationalhymne sei für das emotionale Erlebnis der Spieler und des Trainerteams störend. Nagelsmann schloss sich nun ausdrücklich dieser Kritik an—eine seltene öffentliche Übereinstimmung zweier Nationaltrainer bei einem laufenden Turnier.

Sportliches: Deutschland steht im Achtelfinale

Ungeachtet der organisatorischen Kritik war der Abend für Deutschland ein Erfolg: Mit dem 2:1-Sieg durch Ondavs Tor in der Nachspielzeit sicherte sich das DFB-Team sechs Punkte und damit den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 32. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador geht es noch um die Gruppenplatzierung.

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